Unter anderem habe ich mal die Erfahrung machen dürfen, was für eine Arbeit es ist nur mit einer Spitzhacke und einem Spaten eine vollkommen zugewucherte Wiese in ein Gemüsebeet zu verwandeln. In diesen fünf liebevoll angelegten Reihen haben jetzt einige Erdnüsse und Mais ein neues Zuhause gefunden und vermehren sich hoffentlich prächtig. Im Gegensatz zu industrieller Landwirtschaft besteht der Pflanzenschutz hier aus den flinken Händen von Farmarbeitern, die in regelmäßigen Abständen das Unkraut ausrupfen und dann zum Schutz gegen Wettereinflüsse wieder auf den Erdhügeln drapieren.
Die Kunst besteht darin, die eigentliche Nutzpflanze vor dem ersten Rupfen zu identifizieren und an ihrem angestammten Platz zu belassen - wobei ich zugeben muss, dass durch meine Hand auch ein oder zwei Kartoffeln vom Gemüse zu Wetterschutz degradiert wurden.
Ein anderes Projekt bestand in einem Wildschwein-Abwehrzaun, der für die nächste Generation Gemüsebeet sicherstellen soll, dass die sich nicht in ein Buffet für Paarhufer verwandelt. Als Baustoff wurde das auserkoren was wahrlich überall in ausreichender Menge vorhanden ist: Bambus
Und so wurde zwischen zwei senkrecht in Boden versenkte Stäbe Bambus geschichtet, der als Bastion gegen hungrige Borstentiere dienen soll. Auch wenn es nicht nach viel aussieht - es ist wirklich beeindruckend, wie viele Bambusstangen notwendig sind um einen kniehohen Zaun zu errichten. Aber neben einem nützlichen Zaun können wir so gleich noch den sehr expansionsfreudigen Bambus etwas zurück drängen.
Am Wochenende gab's ein wenig Kultur in Form eines recht bekannten Berg-Tempels, der auf gut 800m in eine Felshöhle gesetzt wurde.
Der Weg bergauf war halbwegs abenteuerlich und glich an vielen Stellen eher einem Klettersteig als einem Wanderweg. Immer wieder gab es zwischendurch kleine Hütten und Schreine und die Aussicht über das grüne Blätterdach war auch nett.
Damit unterwegs keiner verloren geht haben wir am Eingang Schärpen bekommen, die dann bei Rückkehr zurück gegeben werden müssen. Ich frage mich allerdings ob wirklich jeden Abend gezählt wird ob alle Stoffbändchen zurück sind und ob überhaupt jemand weiß wie viele davon ausgegeben wurden.

