Nach ein paar Tagen durch die Vororte von Tokushima führte uns die Route auf dem Weg zu Tempel Nr. 11 in die Hügel, die den Ort umschließen. Einerseits eine Erleichterung für die Füße, endlich auf Erdboden laufen zu können und nicht immer auf dem harten Asphalt herum stampfen zu müssen. Andererseits macht sich hier die Tatsache bemerkbar, dass wir unseren Hausstand mit uns herumschleppen und ähnlich dem schleimigen Kriechtier das das selbe Schicksal plagt sind wir dabei nicht furchtbar schnell unterwegs.
Bislang haben wir ein paar Hände voll weiterer Pilger gesehen, wobei die meisten davon ältere Männer waren, die mit doch Recht überschaubarem Gepäck unterwegs waren. Zudem eine Handvoll westliche Langnasen, von denen wohl ein Großteil aus Amerika kam. Wo die meisten sich dann abends eine Unterkunft suchen müssen oder besser schon vorab gebucht haben sind wir dann relativ frei in der Wahl unserer Bleibe. Das ganze hat dann allerdings den Preis, dass die Rucksäcke inklusive 5l Wasser und Essen für 2-3 Tage so um die 30kg wiegen - nicht zuletzt weil das Camping Equipment und anderer Ballast wie Powerbanks, Solarzellen und unsere heiligen Henro-Bücher im wahrsten Sinne des Wortes ins Gewicht fällt.
Jetzt wo es nicht mehr jeden Tag einen Convenience Store gibt müssen wir uns für unsere Mahlzeiten anders behelfen und dankenswerterweise gibt hier den gefriergetrockneten Bruder des Convenience Store fast foods in allen erdenklichen gestalten: die Fertig-Ramen Nudeln. Ein Vorrat davon lässt sich mit bspw. Mit den hier erhältlichen eingelegten Eiern in ein erquickliches Mal verwandeln.
Wie man vielleicht erkennen kann ist es gar nicht so warm zum Abend und wir haben teilweise nur so um die 5° was zu einem ordentlichen Gegensatz zu den teils über 25° am Tag in der Sonne steht. Was dann nicht fehlen darf , ist ein guter Englischer Tee - sogar mit einem Schuss Milch, schließlich soll das ganze Geschleppe nicht umsonst gewesen sein.





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